Aktuell

Die Schweiz braucht keinen Führer.

Die Ereignisse vor den Wahlen 2007 sind beunruhigend. Prognostizierte man seit Monaten „Klima“ als das Thema Nr. 1, hat es die SVP unter dem Einsatz erheblicher finanzieller Mittel (Geheimplan-Kampagne) verstanden, die Wiederwahl von Christoph Blocher als Schicksalsfrage für unser Land empor zu stilisieren. Christoph Blocher wird dabei als eine Lichtgestalt dargestellt, welche den Restbundesrat neben sich verblassen lässt. Von seiner Wiederwahl wird die Zukunft unseres Landes abhängig gemacht.

Immer wieder gibt es Stimmen, die die SVP in die Nähe des Faschismus oder gar des Nationalsozialismus setzen. Dies wird von der SVP zu recht verneint. Solche historische Vergleiche hinken immer. Der Nationalsozialismus gehört in den historischen Kontext des 20. Jahrhunderts. Jedem nüchternen Beobachter fallen spontan Argumente ein, welche einen solchen Vergleich verbieten:

 

·          Die SVP ist eine staatskritische Partei und versucht diesem soviel finanzielle Mittel wie möglich zu entziehen.

·          Die SVP setzt sich für eine extensive Ausdeutung des Föderalismus ein, sie ist jeglichem Zentralismus abhold.

·          Die SVP verurteilt klar die Gewalt zur Erreichung politischer Ziele.

 

Trotzdem gibt es auch beunruhigende Parallelen, die inzwischen sogar im Ausland wahr genommen werden. Sie schaden dem Wirtschaftsstandort und der Tourismusdestination Schweiz, welche an und für sich der SVP am Herzen liegen. Zu den folgenden Kritiken sollte sich die SVP endlich einmal klar vernehmen lassen.

 

·          Der Personenkult um Christoph Blocher wird unerträglich. Sein „Retter“-Image trägt zusehends religiöse Züge, was er selbst mit seinem Sendungsbewusstsein untermauert. Parallelen zum Personenkult in totalitären Staaten sind unverkennbar.

·          Die Propaganda ist oft ausgrenzend und menschenverachtend. Diese enthält sogar Zitate aus der Propaganda des Dritten Reichs. Das gilt insbesondere für das „Rattenplakat“ und das „Messermotiv“ in mehreren Plakaten. Generell ist ein Kokettieren mit dem Rassismus immer hart an der Grenze zum Antirassismusgesetz festzustellen.

·          Der Gebrauch des Begriffs „Volk“ ist eindeutig faschistisch. Unter Volk wird nicht die Mehrheit der Stimmberechtigten, geschweige denn der Bevölkerung verstanden. Das Volk sind nur die Anhänger von Christoph Blocher. Ein Teil der Bevölkerung repräsentiert so das Ganze und grenzt die Mehrheit aus.

·          Die Verunglimpfung und Verächtlichmachung des politischen Gegners.

·          Was immer schwerer wiegt: Die direkte Demokratie wird gegen die parlamentarische Demokratie ausgespielt. Bundesrat Blocher muss sich nur gegenüber dem Volk (die SVP-Basis) verantworten. Die Gewaltentrennung wird nicht mehr respektiert. Die Demokratie wird dann hoch gehalten, wenn sie den eigenen Interessen nützt.

·          Es besteht eine Tendenz zum Rechtspositivismus: Das Volk setzt Recht. Humanitäre Traditionen, Menschenwürde und Menschenrechte haben demgegenüber sekundären Charakter.

 

Das ist beunruhigend. Soll es bei den kommenden Wahlen tatsächlich nur darum gehen, ob die Zukunft der Schweiz von Christoph Blocher abhängt, kann es für Schweizer Demokratinnen und Demokraten nur eine Antwort geben:

 

Nein, die Schweiz braucht keinen Führer.

 

                       -----------------------------------------------------

 

Das Komitee "Markus Arnold in den Nationalrat":

 

Präsident:

Leo Lorenzo Fosco, Zürich, a. Präsident des Zürcher Verfassungsrates

Mitunterzeichnende:

Adrian Baumann, Präsident CVP-Oberrieden

Guido Biberstein, ehem. Direktor Caritas Zürich, Langnau a.A.

Urs Boesch, Unternehmer, CVP-Präsident-Kilchberg

Urs Broder, Staatsanwalt, Zürich

Ursula Bründler, CVP-Fraktionspräsidentin, Winterthur

Christine Burgener, Gemeindepräsidentin, Thalwil

Dr. Bernhard Elsener, Prof. ETH-Zürich, Rüschlikon

Andreas Federer, Kantonsrat, Thalwil

Dr. Hans-Peter Fricker, a. Verfassungsrat, Zürich

Dr. George Ganz, Rechtsanwalt/ a. Verfassungsrat, Hinteregg

Willy Germann, Kantonsrat, Winterthur

Bruno Graf, Statthalter des Bezirks Zürich

Patrick Hächler, Kantonsrat, Gossau

Matthias Hauser, Rechtsanwalt/ a. Verfassungsrat, Meilen

Marianne Herold, a. Verfassungsrätin, Zürich

Peter Herzog, Gemeinderat, Langnau a.A.

Prof. Dr. Richard Hirt, a. Kantonsrat/Gemeindepräsident, Fällanden

Dr. Hans Hollenstein, Regierungsrat, Winterthur

Hans-Peter Hüsler, Präsident CVP-Uster

Dr. med. Alphons Kappeler, Stadtrat, Adliswil

Nicole Kappeler, dipl. Pflegefachfrau/Gemeinderätin, Adliswil

Dr. Thomas Kappeler, Rechtsanwalt/Kantonsrat, Zürich

Toni Killias, a. Kantonsrat, Zürich

Egbert Kistler, Langnau a.A.

Peter Klarer, Ehrenzunftmeister d. Zunft St. Niklaus, Zürich

Brigitta Kreuzer-Seiler, Operational Risk Expert, Zürich

Andrea Kuhn, Präsidentin CVP-Dübendorf

Michael Künzle, Stadtrat, Winterthur

Philipp Kutter, Kantonsrat/Stadtrat, Wädenswil

Dr. Viktor Lendi, a. Oberrichter, Erlenbach

Patrick Leu, Adliswil

Romeo Marinoni, pens. Swissair Captain, Dürnten

Stephan Mazenauer, Präsident CVP-Langnau a.A.

Thomas Meyer, Oberrichter, Langnau a.A.

Kurt Müller a. Kantonsrat, Winterthur

Ruth Oesch, Präsidentin CVP-Adliswil

Dr. Peter Perret, Pfäffikon

Blanca Ramer, a. Kantonsrätin, Urdorf

Urs Ramer, dipl. ing. ETH/ Verwaltungsrat EKZ, Urdorf

Dr. Hugo Renz, Zürich

Dr. Kathy Riklin, Nationalrätin, Zürich

Lucas Sala, Präsident CVP-Rüschlikon

Barbara Schmid-Federer, CVP-Bezirksparteipräsidentin Meilen, Männedorf

Prof. Dr. Hans Heinrich Schmid, a. Rektor, Schwerzenbach

Robert Schönbächler, Gemeinderat/Friedensrichter, Zürich

Werner Schurter, Präsident CVP-Winterthur

Babette Sigg Frank, Gemeinderätin, Kloten

Otto Singer, Präsident CVP Kreis 4/5, Zürich

Giuseppina Spescha, Gemeinderätin/ Präsidentin CVP-Wädenswil

Romeo Steiner, a. Gemeinderat, Zürich

Hans Steimle, Oberrieden

Corinne Thomet, Kantonsrätin/Stadträtin, Kloten

Orlando Vanoli, Oberrieden

Romeo Vanoli, Oberrieden

Denise Vielmi, Gemeinderätin, Horgen

Franz Waser, Zwillikon

Dr. Jeannette Wibmer, Rechtsanwältin/ a. Verfassungsrätin, Winterthur

Beat Wiederkehr, dipl. Wirtschaftsprüfer/Gemeinderat, Wädenswil

Rosmarie Zapfl, Alt-Nationalrätin, Dübendorf